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Trend Clean Baking – Naturbelassen und unverfälscht



28.01.2019

Clean Baking leitet sich vom Modebegriff Clean Eating ab. Darunter ist ein Verzicht auf industriell gefertigte Lebensmittel zu verstehen.


Der Leitgedanke, möglichst natürlich zu essen und zu leben, so wie es früher selbstverständlich war, findet sich bereits in der klassischen Vollwerternährung. Ganz neu ist diese Bewegung demnach nicht. Aber Clean Eating klingt natürlich viel schicker als Vollwertkost.

Clean zu kochen ist nicht schwer, da es in fast jeder Küche eine große Auswahl an naturbelassenen Zutaten gibt. Doch wie steht es mit der Zubereitung von süßen Backwaren? Kein Weißmehl, kein Zucker, keine Schokolade – was bleibt denn da noch? Tatsächlich viel mehr als wir vielleicht denken.

Konkrete Antworten darauf hat Kathrin Runge. Die Journalistin und Food-Bloggerin hat das erste deutschsprachige Buch zum Thema geschrieben: „Clean Baking – Natürlich backen“. Für sie ist Clean Baking mehr als nur ein weiterer Hype in Sachen Ernährung, sondern eine Lebensphilosophie. Ihr Credo: „Beim Backen nach dem Clean Eating Prinzip geht es nicht um komplizierte neue Regeln sondern um eine Art Rückbesinnung – auf uns selbst, unseren Körper und unsere Umwelt.

Viele Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, sind mehr oder weniger stark verarbeitet. Alles, was eine ellenlange Zutatenliste hat, passt nicht zum Clean Baking. Die Zutatenliste eines Apfels, einer Mandel, von Honig, Milch oder Olivenöl hingegen ist kurz. Kathrin Runge rät: „Auf so etwas sollten Sie setzen!“ Quietschbuntes Zuckerdekor gehört zum Beispiel auch nicht zu den „natürliche“ Lebensmitteln.

Natürliche Alternativen: Worauf es beim Clean Baking ankommt

Ersetzen Sie Auszugsmehle durch Vollkorn- und Nussmehle

Helles Weizenmehl wird beim Clean Baking durch Vollkornmehl ausgetauscht. Dazu gehören etwa Mehlsorten wie Dinkel- oder Roggenmehl. Beide Mehle werden aus dem vollen Korn gemahlen. Für Abwechslung sorgen außerdem Nuss-, Mandel- und Kokosmehl, aber auch Pseudogetreide wie Quinoa und Buchweizen sind für süßes und herzhaftes Gebäck perfekt geeignet. Kleiner Tipp: Je dunkler das Mehl desto saugfähiger ist es. Das bedeutet: Beim Backen mehr Flüssigkeit, also Wasser, Öl oder Milch dazugeben.

Sparsam süßen mit Weißzucker-Alternativen
In den meisten Backrezepten steckt sehr viel Zucker. Doch es gibt Alternativen, die ein wunderbares Eigenaroma haben. Je nach Teigart eignen sich Honig oder Ahornsirup, ebenso Kokosblütenzucker, Agavendicksaft oder Trockenfrüchte wie Datteln. Damit lassen sich tolle Backergebnisse erzielen. Beim Clean Baking wird insgesamt dezenter gesüßt.

Verwendung hochwertiger Fette
Anstelle zu Margarine sollte zu nativen, kalt gepressten Ölen gegriffen werden. Kokosöl, Olivenöl oder Walnussöl eigenen sich hier sehr gut. Ebenso wie Erdnussbutter oder Mandelmus. Milchprodukte, Butter und Sahne, sofern ohne künstliche Zusätze, brauchen nicht ersetzt zu werden. Sie zählen zu den cleanen Zutaten.

Viel Obst und Gemüse

Obst schmeckt nicht nur im klassischen Obstkuchen gut. Püriert sorgen Äpfel, Bananen oder Beeren zudem für einen besonders saftigen Teig und eine dezente Süße. Mit Apfel- oder Bananenmus lässt sich sogar ein Teil Fett einsparen. Auch mildes Gemüse wie Karotten, Kürbis und Zucchini eigenen sich für die Herstellung von süßem Gebäck. Im Idealfall stammen die saisonalen Zutaten aus biologischem Anbau der Region.

Herb gegen süß
Vollmilchschokolade ist leider tabu. An ihrer Stelle sollte reines, echtes Kakaopulver zu Einsatz kommen. Auch dunkle Schokolade ist erlaubt, solange sie einen Kakao-Anteil von mindestens 70 % hat.

Quelle: www.innungsbaecker.de 
Bild: MEV Verlag GmbH