Handwerks News

Nachhaltigkeitsberichterstattung

2/16/2024

Durch die Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie (CSRD) müssen künftig auch Handwerksbetriebe Nachhaltigkeitsinformationen bereitstellen. Um die Bürokratie in den Betrieben nicht weiter zu erhöhen, müssen Datenerhebungen begrenzt werden.

Aktueller Stand der Gesetzgebung Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist de facto eine Transparenzrichtlinie, mit der Unternehmen, die in den Anwendungsbereich fallen verpflichtet werden, ihre Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele, Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -fortschritte zu beschreiben, zu dokumentieren und als Teil des Lageberichts transparent und öffentlich zu machen.

Was kommt auf die Handwerksbetriebe zu? Obwohl nur die wenigsten Handwerksbetriebe gemäß CSRD direkt berichtspflichtig sind bzw. werden, erhalten immer mehr Handwerksbetriebe unterschiedlichste Fragebögen von ihren Firmenkunden, Banken oder öffentlichen Auftraggebern, mit denen sie Auskunft über ihre Energieverbräuche oder Nachhaltigkeitsaktivitäten geben sollen. Damit ist genau der Trickle-Down-Effekt eingetreten, vor dem der ZDH seit Beginn der Diskussionen um die Nachhaltigkeitsberichterstattung gewarnt hat.

Praxistest: Handwerksbetriebe gesucht! Um den Berichtsaufwand insbesondere der Betriebe zu reduzieren, die von der CSRD zwar nicht direkt betroffen sind, über die Lieferkette oder im Rahmen der Kreditvergabe etc. aber dennoch Nachhaltigkeitsdaten bereitstellen sollen – also Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks – wird auf EU-Ebene an einem einheitlichen Berichtsstandard gearbeitet, den Handwerksbetriebe künftig nutzen könnten. Dieser freiwillige Berichtsstandard (sog. VSME) wurde als Entwurf im Februar 2024 veröffentlicht und soll nun bis 10.04.2024 einem Praxistest unterzogen werden.

Hierfür brauchen wir Ihre Hilfe:

Testen Sie den VSME und nehmen Sie so aktiv Einfluss auf die letztendliche Ausgestaltung des Berichtsstandards. Sie sind interessiert? Dann erhalten Sie im folgenden Abschnitt weitere Informationen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: www.zdh.de Bild: tonefotografia – stock.adobe.com


Treppen – stilprägende Stufen

2/9/2024

Treppen gehören zu den wichtigsten Stil- und Gestaltungselementen eines Hauses und werden zunehmend in den Wohnbereich integriert. Als außergewöhnlicher Blickfang sollen sie sich harmonisch in die individuelle Einrichtung einfügen. Der Werkstoff Holz spielt dabei eine bedeutende Rolle: Denn aufgrund seiner warmen Ausstrahlung sowie der vielfältigen Möglichkeiten in Farbgestaltung und Kombinierbarkeit mit anderen Materialien kann Holz jedem persönlichen Wohnstil angepasst werden.

Stilprägende Stufen Freitragende und Faltwerktreppen, bei denen die Stufen wie gefaltet wirken, eignen sich für einen Einrichtungsstil, bei dem klare Linien gefragt sind. Holzstufen in Kombination mit Glas und Edelstahl wirken dabei besonders edel. Kragstufentreppen, die ohne sichtbare Befestigungselemente und auf Wunsch auch ohne Geländer aus der Wand „auskragen“, begeistern Puristen und sind ein Hingucker. Die klassischen Holztreppen schlechthin sind Wangentreppen. Auch sie lassen sich ganz individuell gestalten, beispielsweise indem die Seiten der Treppenstufen – die Wangen – Stäbe oder Geländer farbig abgesetzt werden.

Stauraum unter jeder Stufe Jacken, Mützen, Schuhe, Handtaschen und Regenschirme – insbesondere im Flur werden viele Gegenstände aufbewahrt. Lassen es die baulichen Gegebenheiten einer Treppe zu, können diese Utensilien elegant und platzsparend unter den Stufen verstaut werden. Mit Türen, Schrankauszügen und Schubladen entstehen unter einer Treppe individuelle Stauraum-Lösungen, die nicht nur funktional sind, sondern sich auch stilvoll in das Gesamtbild des Hauses einfügen.

Schicker Aufstieg Eine Treppe ist vielen Belastungen ausgesetzt. Vor allem Schmutz, Steinchen und der ständige Gebrauch setzen der Treppenoberfläche zu. Doch gerade bei einer Holztreppe ist das kein Problem. Fachgerecht saniert, erstrahlt sie in neuem Glanz. Ob eine Aufarbeitung mit neuem Treppenlack, Ausbesserung von Kratzern und ausgetretenen Stellen mit Spezialmasse, der Austausch von einzelnen Treppenstufen oder auch die Anfertigung neuer Handläufe und Geländer: Die Möglichkeiten der Treppenrenovierung sind vielfältig. Aus dem Gebrauchsgegenstand Treppe wird so ein kleines Schmuckstück, das passend zur Einrichtung das ganze Erscheinungsbild des Hauses prägt.

Quelle: www.tischler.nrw Bild: JanPaulAnthony – stock.adobe.com


Mit Problemlösungen extremen Entwicklungen den Boden entziehen

2/9/2024
ZDH-Präsident Dittrich sieht Politik in der Pflicht, für die Themen, die die Menschen beschäftigen und auch wütend machen, Konzepte und Lösungen zu finden. Das betont Dittrich im Interview mit Nina Kugler und Dominik Bath von der FUNKE Mediengruppe. Herr Dittrich, Menschen in Deutschland warten Wochen oder gar Monate auf Handwerker. Haben Sie einen Tipp, um schneller einen Termin zu bekommen?

Na, ich würde dazu raten, guten Kontakt zu Handwerkern vor Ort zu pflegen (lacht). Natürlich kann man Auskünfte zu Fachbetrieben bei den Innungen und Handwerkskammern erhalten. Und für die allermeisten in unserer Branche ist es keine Frage, dass sie trotz voller Auftragsbücher Kunden in Not nicht hängen lassen und Notanfragen umgehend bearbeiten – damit die Menschen sehen, dass sich das Handwerk kümmert. Dass man aber bei langfristigen Plänen sechs oder acht Wochen warten muss, bis der Handwerker vorbeikommt, das halte ich nicht für ungewöhnlich, sondern eher für normal.

Warum?

Das ist in anderen Branchen auch nicht anders. Auf ein neues Auto wartet man auch länger. Darauf sollten sich die Menschen einstellen. Denn angesichts des Fachkräftemangels ist nicht zu erwarten, dass sich das entspannt. Allerdings müssen wir jetzt bei der Nachwuchsgewinnung im Handwerk alles daransetzen, in der Zukunft noch genügend Handwerkerinnen und Handwerker zu haben. Nicht, dass es in einigen Handwerken zu einem Kahlschlag kommt und da dann gar keine Handwerker mehr zu finden sind.

Es gibt im Handwerk so viele offene Stellen wie nie zuvor. Sehen Sie eine schnelle Lösung für die fehlenden Fachkräfte?

Nein, die sehe ich nicht. Und wer immer eine solch schnelle Lösung verspricht, der macht es sich zu einfach mit seinen Antworten und liegt damit meistens falsch. Gerade bei der Fachkräftesicherung ist es die Summe von Dingen, die wir angehen müssen. Vor allem müssen bislang ungenutzte inländische Potenziale ausgeschöpft werden. Wie kann es sein, dass wir von rund 600.000 jungen Menschen nicht wissen, was sie machen und wo sie nach der Schule abbleiben. Da fallen zu viele junge Menschen durch das Raster.

Wie ließe sich das ändern?

Ich halte es für geboten, Vorgaben wie etwa Datenschutzbestimmungen so zu ändern, dass wir wissen, wo diese Jugendlichen sind. Das ist ein riesiges Reservoir von mehreren Hunderttausend potenziellen Fachkräften. Das sehe ich auch bei weiteren Gruppen: Ungelernten, Menschen ohne Berufsausbildung, Langzeitarbeitslosen. Und zusätzlich dazu müssen wir noch als weiteren wichtigen Baustein über gezielte, gesteuerte und qualifizierte Zuwanderung sprechen.

Sie führen einen Dachdeckerbetrieb in Dresden. Vor der anstehenden Landtagswahl ist dort in der AfD eine Partei in Umfragen vorne, die Deutschland vor Zuwanderern abschotten will. Wie attraktiv wirkt das auf Fachkräfte aus dem Ausland?

Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass das Handwerk auf Weltoffenheit und eine Willkommenskultur angewiesen ist. Rassismus, Hass und Hetze sind keine Geschäftsmodelle, die uns helfen, sondern sie schädigen uns. Der Schaden ist aber nicht erst da, wenn möglicherweise einmal extreme Parteien in Regierungsverantwortung kommen. Schon eine breite Diskussion über Themen wie etwa ‚Remigration‘ ist schädlich. Im Handwerk zählt nicht, wo man herkommt, sondern wohin man will. Alle, die integrationswillig und -fähig sind, sind im Handwerk willkommen. Das haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Und darauf sind wir stolz.

Die AfD inszeniert sich gerne als starker Partner des Handwerks. Verfängt das bei Ihren Kollegen?

Mir ist keine Statistik bekannt, dass das Handwerk stärker als andere Berufsgruppen bei extremen Parteien verankert ist. Politik sollte sich mit den Themen beschäftigen, die den Menschen Angst machen, die auch Wut erzeugen. Es ist Aufgabe der Politik, Entwicklungen den Boden zu entziehen, die uns Schaden zufügen. Dazu gehört auch einzugestehen, wenn Pläne nicht funktionieren. Das passiert gerade aber nicht.

Wie steht es um den Stellenwert der Berufsausbildung?

Da haben wir in Deutschland immer noch schwer nachzuholen. In den vergangenen Jahrzehnten war es gesellschaftlich und bildungspolitisch erwünschter, möglichst viele junge Menschen zum Studieren zu bekommen. Nicht dass ich missverstanden werde: Es geht mir nicht darum, dass weniger Schülerinnen und Schüler Abitur machen. Aber sie sollten danach dann auch tatsächlich zwischen allen denkbaren Berufs- und Karriereoptionen entsprechend ihrer Talente wählen können. Wir benötigen schließlich qualifizierte Leute, die Wärmepumpen einbauen oder Smart-Home-Anwendungen verstehen. Mir geht es um eine tatsächlich gleichwertige Behandlung von beruflicher und akademischer Ausbildung.

Was fehlt Ihnen dabei?

Die Realität sieht doch so aus: Bei der akademischen Bildung gibt es einen neuen Hörsaal, ein Semesterticket, Studentenwohnheime und Mensen mit bezuschusstem Essen. Nicht so bei Azubis. Da steht beispielsweise aktuell noch weiter unsere Forderung nach einer Azubi-Ermäßigung des Deutschlandtickets im Raum. Das kann so nicht bleiben!

Sind die jungen Menschen denn noch so gut wie vor zwei, drei Jahrzehnten, wenn es ums Bohren, Hämmern oder Sägen geht?

Das findet im Alltag vieler junger Leute heute kaum noch statt, stattdessen sind sie oft nicht mehr vom Smartphone wegzukriegen. Und in wie vielen Schulen gibt es denn noch Werkunterricht? Wir reden immer davon, dass wir alle Talente fördern wollen. Ich kann nicht erkennen, dass uns das gelingt. In den Klassenräumen geht es um Mint-Fächer und das Auswendiglernen, aber nicht um die Frage, wer besonders gut Holz bearbeiten, Dinge schneidern oder malern kann.

Braucht es an Deutschlands Schulen wieder flächendeckend Werkunterricht?

Das wäre hochsinnvoll. Werken und in der Fortführung dann Berufsorientierung hat nicht erst in den weiterführenden Schulen eine Berechtigung. Damit sollten wir wieder viel früher beginnen. Da geht es ja auch ums Ausprobieren. Die Fähigkeit, Probleme mit den eigenen Händen lösen zu können, das fehlt in vielen Familien doch mittlerweile komplett. Da müssen wir uns nicht wundern, dass viele junge Menschen gar nicht in Erwägung ziehen, einen handwerklichen Beruf zu wählen – einfach auch, weil sie es nicht kennengelernt haben. Und dann sitzen nicht wenige von ihnen später frustriert im Hörsaal, obwohl eine Ausbildung vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre.

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Bild: ZDH/Henning Schacht


Valentinsgrüsse aus der Konditorei

2/9/2024

Der Valentinstag wird in England und den Vereinigten Staaten bereits seit Jahrhunderten gefeiert. Einer der ersten überlieferten Grüße zum Valentinstag stammt aus dem Jahre 1415, als der Herzog Charles von Orleans aus dem Tower von London an seine Gemahlin schrieb.

Im Laufe der Zeit hat sich der 14. Februar zu dem Tag entwickelt, an dem Liebende auf der ganzen Welt ihren Gefühlen durch ein Zeichen der Zuneigung Ausdruck geben. Wer an Menschen, die man mag, ein ganz besonderes „Valentines“ verschenken möchte, ist in der Konditorei an der richtigen Adresse.

Confiserie ist der große Hit

Zu den echten Klassikern unter den liebevollen Aufmerksamkeiten aus der Konditorei gehören sicherlich die handgefertigten Confiseriespezialitäten. Die Palette an frischen Pralinen und Trüffeln reicht von aromatischen bis hin zu zartschmelzenden Geschmacksvariationen. Romantisch aufgebunden und liebevoll verpackt ist diese süße Liebeserklärung fast zu schade zum Verschenken.

Individualität ist gefragt

In den letzten Jahren steht bei den Verbrauchern auch zum Valentinstag immer mehr eine persönliche und individuelle Note im Mittelpunkt. Dieser Entwicklung kann die Konditorei natürlich in besonderer Art und Weise Rechnung tragen. Wenn der Konditor an diesem Tag sein kreatives Handwerk ausübt, dann zaubert er eine „Torte zum Verlieben“, die es in sich hat. Ob mit einem fruchtig frischen oder leichten und lockeren Inneren, eines ist ihr immer gemeinsam: die unverwechselbare und künstlerische Dekoration. Klassische Ornamente aus Marzipan oder moderne Stilarbeiten aus gegossener oder gesprühter Kuvertüre werden verarbeitet.

Schon am Morgen geht es los

Wer aber mit dem letzten Trend gehen will, der demonstriert mit einer Einladung zu einem „Verwöhnfrühstück“ in ein Konditorei-Café angesagten Zeitgeist. Die Angebotsvielfalt läßt hier keine Wünsche offen und so kann bereits am Morgen – vielleicht noch unterstützt von einem Gläschen Sekt – der Grundstein für einen spannenden Tag gelegt werden. Und wer am 14. keine Zeit hat: die Konditoren halten entsprechende „Verwöhn-Gutscheine“ bereit, die bereits beim Verschenken für entsprechende Vorfreude sorgen.

Überreichten die Männer im Mittelalter als Zeichen ihrer Zuneigung der Dame ihres Herzens ein Minnekästchen, das ein Gedicht enthielt, so haben es „moderne Verliebte“ da schon einfacher: zum 14. Februar sind die „Valentines“ vom Konditor eine gute Gelegenheit, ein „Dankeschön“ in besonders origineller Form zu überreichen.

Quelle: www.konditoren.de Bild: ritaklimenko – stock.adobe.com


Lossprechungsfeier KFZ Winter 2024

2/6/2024

Am 01. Februar 2024 fand die diesjährige Lossprechungsfeier der KFZ Innung Aachen im Zinkhütter Hof in Stolberg statt. Von insgesamt 69 Prüflinge haben 57 die Gesellenprüfung bestanden.

Die Innungsbesten waren:

1. Nils Wagels, Bähr GmbH & Co. KG 2. Simon Victor, Fleischhauer PZ GmbH 3. Colin Kochs, Autohaus Jacob Fleischhauer GmbH & Co. KG

Durch die Lossprechungsfeier führte Obermeister Herr Dirk Rosemeyer zusammen mit Herrn Norbert Maß aus dem Prüfungsausschuss.


Freisprechungsfeier der Elektro-Innung Fulda

2/5/2024

Aus Sonne wird Strom

2/2/2024
Die Solarstromtechnologie bildet eine tragende Säule auf dem Weg zu einer unabhängigen, sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung. Solarstrom ist eine saubere und effiziente Technologie, die darauf basiert, dass Solarzellen Sonnenlicht in Strom umwandeln. Solarstromanlagen sind langlebig und produzieren über einen Zeitraum von 30 Jahren sauberen Strom. Ganz egal in welcher Region Deutschlands Sie Ihre Anlage aufstellen wollen, überall lohnt sich die Anschaffung. In 6 Schritten zur eigenen Solarstromanlage

1. Informieren Sie sich über die technischen Möglichkeiten

Überlegen Sie, wie viel Solarstrom Sie ernten und selbst verbrauchen möchten. Zusammen mit einem Solarstromspeicher könnten Sie damit 60 Prozent und mehr des Haushaltsbedarfs decken. Prüfen Sie, ob das Dach eine geeignete Ausrichtung und Neigung aufweist.

2. Lassen Sie sich beraten

Fordern Sie mehrere Angebote an und vereinbaren Sie einen Vor-Ort-Termin. Folgende Daten sollten Sie vorab für den Handwerker zusammenstellen: Größe der Dachfläche, Ausrichtung, Dachbeschaffenheit, Höhe, Zugänglichkeit und möglicher Standort für einen Stromspeicher.

3. Bewerten Sie die Angebote

Ein Angebot sollte neben dem Preis folgende Informationen enthalten: Leistung der Anlage und des Speichers, Hersteller und Bauart der Module, des Wechselrichters und des Speichers, Montagesystem. Eine Abschätzung des Ertrages durch die Anlage ist wichtig.

4. Finanzierung

Fragen Sie Ihren Fachbetrieb nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, die neben den Finanzierungskosten die Zählermiete, Versicherung und eine Reparaturrücklage beinhaltet. Die Einnahmeseite ist über 20 Jahre durch die Einspeisevergütung und den Verbrauch des eigenen Sonnenstromes gesichert. Zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse der KfW können zusätzlich eine gute Finanzierungsgrundlage bilden. Prüfen Sie steuerliche Aspekte.

5. Installation

Eine Dokumentation der Qualität der Installation ist der Photovoltaik-Anlagenpass sowie der Photovoltaik-Speicherpass, den der Fachbetrieb ausstellt. Der Installateur übernimmt für Sie auch die Anmeldung der Anlage bei Ihrem Netzbetreiber. Mehr Infos dazu unter: www.photovoltaik-anlagenpass.de

6. Versicherung

Sie sollten mindestens eine Betreiberhaftpflicht abschließen, die durch eine Elektronikausfallversicherung ergänzt werden kann. Zusätzlich kann eine Versicherung für die Phase zwischen Modulanlieferung und Fertigstellung abgeschlossen werden.

Quelle: www.solarwirtschaft.de Bild: diyanadimitrova – stock.adobe.com


Recht auf Reparatur: Richtung stimmt – Rechtsunsicherheit bleibt!

2/2/2024
Am 1. Februar haben Rat und EU-Parlament eine politische Einigung zum Vorschlag für gemeinsame Vorschriften zur Förderung der Reparatur von Waren („Recht auf Reparatur“) erzielt. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke:

„Mit der erzielten Einigung zum Recht auf Reparatur wollen der Rat und das Europäische Parlament die Grundlage dafür schaffen, dass zukünftig mehr Waren in der EU repariert werden, anstatt sie wegzuwerfen. Dieses Ziel unterstützen wir, die dafür gewählten Maßnahmen reichen aber nicht aus. Handwerksbetriebe, die Reparaturleistungen anbieten, wollen ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft leisten.

Was sie dafür aber dringend brauchen, sind reparable Waren und ausreichende Fachkräfte. Außerdem müssen Ersatzteile und Reparaturinformationen ohne Wettbewerbsverzerrung und zu fairen Preisen zur Verfügung gestellt werden. Hier geht die Einigung in eine richtige Richtung.

Die ursprüngliche Idee, dass alle Reparaturbetriebe Verbraucherinnen und Verbrauchern ein „Europäisches Formular für Reparaturinformationen“ verpflichtend vorlegen müssen, ist vernünftigerweise nicht umgesetzt worden. Alles andere wäre im Hinblick auf die bereits ohnehin hohe Bürokratiebelastung der Betriebe inakzeptabel gewesen.

Insgesamt kann eine Ausweitung des Reparaturmarkts nur durch wirtschaftliche Anreize auf Angebots- und Nachfrageseite gelingen. Die Verlängerung der Gewährleistungsfrist nach einer Reparatur um ein Jahr ist in diesem Zusammenhang kontraproduktiv. Sie ist nicht sachgerecht und mit Rechtsunsicherheit für Reparaturbetriebe verbunden, weil sie Rückgriffsansprüche gegen die Hersteller häufig nur schwer durchsetzen können.“

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Bild: ZDH/Henning Schacht

 


Wir brauchen einen Neustart!

1/26/2024
Unternehmerischer Freiraum, klare Kommunikation und ein Narrativ, das Mut verbreitet: Mit diesem Dreiklang wird Transformation gestaltbar, erklärt ZDH-Präsident Dittrich im Interview mit Frederike Holewik und Florian Schmidt („t-online“).

Wie gut ist Ihre Laune heute, Herr Dittrich?

Meine persönliche Laune ist sehr gut. Ich bin prinzipiell ein optimistischer Mensch, deshalb geht es mir heute wie an den meisten Tagen prima. Aber auch mich beschäftigt es natürlich, dass das nicht allen so geht: Die Stimmung in Deutschland ist sehr schlecht. Und damit meine ich nicht nur die Bauern, die zuletzt so viel protestierten, sondern auch ganz viele andere Menschen und auch viele Handwerkerinnen und Handwerker.

Woran liegt das?

Mein Eindruck ist: Bei vielen im Land wächst die Sorge vor Überforderung. Die Welt ist so komplex geworden, so vielschichtig, dass sie von uns allen große Veränderungen abverlangt. Viele sagen: „Das ist mir zu viel.“ Das höre ich im privaten Umfeld, das höre ich aber auch aus den Handwerksbetrieben.

Ist uns der Wille und die Fähigkeit zur Veränderung, zur Anpassung abhandengekommen?

Das würde ich so nicht sagen. Ich bin überzeugt: Deutschland kann nach wie vor anpacken. Und viele wollen das auch. Gerade auch im Handwerk. Dort wollen sie machen. Was aber inzwischen vielfach fehlt, ist der Glaube daran, dass es gelingen kann, weil so wenig verlässlich und planbar ist, weil unternehmerischer Spielraum immer kleiner und die Menge an Vorgaben immer größer wird. Das lähmt.

Wie kommen wir aus dieser Schockstarre heraus?

Dafür bräuchten wir vor allem einen Neustart in der Kommunikation: seitens der Politik, aber auch im alltäglichen Miteinander.

Das klingt jetzt sehr abstrakt.

Dann lassen Sie es mich konkreter machen. Die Bundesregierung sollte vor allem zwei Dinge tun. Erstens: Klar benennen, wo wir als Land Defizite haben, wo wir ran müssen. Zum Beispiel sagen, dass der Weg zur Klimaneutralität uns alle viel Geld kosten wird, dass es aber im Interesse aller ist, diese Klimaneutralität zu erreichen. Wir dürfen uns nicht länger etwas vormachen mit Parolen wie „Es bleibt alles so, wie es ist“. Das verfängt bei keinem mehr, das ist einfach unehrlich.

Und zweitens?

Zweitens müssen wir daraus eine Erzählung ableiten, ein sogenanntes Narrativ, das Mut verbreitet, statt Ängste zu schüren. Ziele und die Wege dahin müssen so sein, dass sie als machbar empfunden werden. So kann es gelingen, die Menschen mitzunehmen und ja, bestenfalls sogar Lust auf Veränderung zu entwickeln, und diese Veränderung dann auch zu leben.

Womit wir wieder am Ausgangspunkt sind: Viele Menschen in Deutschland scheinen genau das einfach nicht zu wollen.

Weil wir nach den Gesetzen der Physik zu träge geworden sind. Wir waren es gewohnt, in allem Weltmeister zu sein. Im Fußball, aber auch beim Export, beim Anmelden von Patenten, in der Bildung – in so vielen Dingen, die unser Land stark gemacht haben. Aber das ist vorbei. Wir sind nicht mehr Weltmeister. Im internationalen Vergleich sind wir in vielen Bereichen inzwischen weit abgeschlagen, auch das gehört zu den Wahrheiten, die wir uns endlich eingestehen müssen, deshalb ist dieser Teil des Narrativs auch so wichtig. Allen muss klar sein: Wir müssen uns jetzt mehr anstrengen.

Anstrengungen müssen sich aber auch lohnen.

Absolut richtig. Darum gehört die Wirtschaftspolitik in den Fokus politischen Handelns, weil nur mit einer starken Wirtschaft die Grundlage da ist, alle anderen wichtigen gesellschaftlichen Bereiche zu tragen. Darum sollte die Bundesregierung eine deutlich attraktivere Wirtschaftspolitik machen, die Wettbewerbsbedingungen verbessern und die Belastungen für jeden einzelnen etwa bei Abgaben und Steuern verringern.

Sie meinen eine Senkung der Unternehmenssteuern?

Ja, darüber sollten wir diskutieren. Aber es geht auch um ganz viele andere Punkte. Ganz vorne steht hier etwa der Abbau der Bürokratie, diese Flut an Dokumentationen und Nachweisen. Viele junge Meisterinnen und Meister nennen die Angst vor Formularen als einen der Hauptgründe, der sie von der Selbstständigkeit und vom Gründen eines Betriebs abhält. Oder die Zuwanderung von Menschen, die wir angesichts des Fachkräftebedarfs in Deutschland wirklich brauchen. Den Handlungsbedarf hat die Bundesregierung mit dem novellierten Fachkräfteeinwanderungsgesetz erkannt. Jetzt muss sie aber auch für einen guten Vollzug des Gesetzes in der Praxis sorgen.

Trauen Sie das der Ampel unter Olaf Scholz noch zu?

Ich traue das Olaf Scholz zu, ja. Die notwendige Expertise bringt er aus seinen vorhergehenden Ämtern mit. Nur krankt es gerade jetzt an der nötigen Tatkraft und Entschlossenheit.

Was macht Sie so zuversichtlich?

Olaf Scholz ist ein intelligenter und erfahrener Mensch. Wer so viel gesehen hat wie er, weiß, wie die Dinge laufen. Er muss sich nur den Ruck geben und die nötigen Veränderungen auch einleiten und überzeugend kommunizieren.

Immer mehr Deutsche sehen das anders als Sie und wenden sich von der Ampel ab und der AfD zu. Wie stehen Sie zur Diskussion um ein mögliches Verbot der Partei?

Das Handwerk ist keine politische Partei und der Zentralverband kein politischer Akteur. Ich weiß, dass die übergroße Mehrheit der Handwerkerinnen und Handwerker für Demokratie und Freiheit einsteht. Rassismus und Hetze sind keine Geschäftsmodelle. Allerdings ist es nicht meine Aufgabe, über das Verbot einer Partei zu urteilen. Das müssen andere Leute tun.

Schauen wir auf die Lage im Handwerk. Die Bauzinsen sind gesunken, inzwischen liegen sie wieder unter drei Prozent. Platzt jetzt der Knoten auf dem Bau, führt das auch zu einem neuen Boom im Handwerk?

Dieses Jahr kommt kein echter Bau-Boom mehr. Wir müssen erst einmal den gravierenden Einbruch bei Bauprojekten im vergangenen Jahr verkraften.

Aber die Zahl der Baugenehmigungen ist doch zuletzt stark gestiegen.

Ja, das stimmt. Am Ende aber geht es darum, welche Projekte auch wirklich begonnen wurden. Ein Blick auf die Zahl der Baufinanzierungen zeigt: Hier sind die Zahlen um über die Hälfte eingebrochen. Das ist ein riesiges Problem, denn das wirkt sich letztlich auf Kauf- und Mietpreise aus. Und das macht auch dem Handwerk zu schaffen.

Woran liegt es, dass so viel weniger Projekte umgesetzt werden?

Wir haben in Deutschland mittlerweile Baustandards, die unbezahlbar sind. Das müssen wir hinterfragen und beispielsweise beim Schallschutz oder bei der Barrierefreiheit die Regulierungen zurücknehmen. Private Bauherren brauchen wieder mehr Spielraum.

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, warnte unlängst vor einer Zunahme der Pleiten bei den Projektentwicklern. Inwiefern gilt das nachgelagert auch für Handwerksbetriebe?

Insolvenzen sind nicht das größte Problem. Mich beschäftigt vor allem, dass viele Betriebe leise sterben. Das heißt: Geschäftsführer hören schon einige Jahre vor der Rente auf oder übergeben den Betrieb nicht mehr an einen Nachfolger. Die Investitionsbereitschaft insgesamt ist zurückgegangen und bislang sehe ich keine Grundlage dafür, dass sich das kurzfristig ändert.

Was braucht es dafür?

Das Handwerk braucht Planbarkeit und Verlässlichkeit. Nur dann lässt sich ein Betrieb führen und macht das dann auch Freude, nur dann können wir junge Meisterinnen und Meister motivieren, wieder selbst zu gründen oder einen Betrieb zu übernehmen. Das größte Gut für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist Vertrauen, und genau das hat zuletzt schwer gelitten.

Woran machen Sie das fest?

Die Bundesregierung hat zuletzt zu viele Gesetze und Regelungen zu schnell durchgepeitscht, nur um dann teils wieder zurückzurudern – oft schon wenige Stunden, nachdem das ursprüngliche Ergebnis verkündet wurde. Das war so bei der E-Autoförderung, und das war auch so bei den Agrarsubventionen. Auch der jetzt wieder angehobene CO2-Preis zeugt nicht gerade von Verlässlichkeit. Und dann ist da natürlich auch noch die überbordende Bürokratie.

Da wiederum scheinen sich alle einig zu sein, niemand spricht sich gegen den Bürokratieabbau aus. Warum wird er dann nicht umgesetzt?

Das wüsste ich auch gern! Ich glaube, uns ging es bisher zu gut – und es fehlte der Mut. Jetzt aber scheint sich endlich etwas zu bewegen. Ich wünsche mir jedoch, dass Betroffene viel stärker als bislang schon vor neuen Vorschriften und Regelungen gehört werden. Und noch wichtiger: Politik sollte ihnen nicht grundsätzlich misstrauisch gegenüberstehen. Und sie sollte nicht danach verfahren, wirklich alles bis ins letzte Detail regeln zu müssen.

Bürokratie ist immer ein recht abstraktes Thema. Können Sie uns ein Beispiel aus der Praxis geben?

Als erstes Beispiel kommt mir das Arbeitszeitgesetz in den Sinn. Hier leben die Betriebsinhaber im Handwerk ständig unter der Androhung von Strafe. Denn bestraft werden kann schon der, der die Arbeitszeit nicht korrekt erfasst. Dabei geht es gar nicht darum, ob die Arbeitszeit auch so abgeleistet wurde, sondern lediglich darum, ob das in vorgeschriebener Weise aufgezeichnet wurde. Das aber geht am Arbeitsschutzgedanken vorbei, der ja eigentlich Grund des Gesetzes sein soll. Solche Regelungen müssen in der Praxis handhabbar sein, das brächte gerade für kleine Betriebe eine erhebliche Entlastung bei bürokratischer Schreibtischarbeit.

Das Problem des Handwerks beginnt aber schon früher. Jahr für Jahr bleiben Tausende Ausbildungsstellen unbesetzt. Glauben Sie, das wird sich 2024 ändern?

Ich hoffe es sehr, auch weil handwerkliche Fachkräfte unverzichtbar sind, wenn all die nötigen Transformationen und Zukunftsaufgaben “gemacht” und umgesetzt werden sollen. Klar ist: Wir brauchen eine Bildungswende. Lange lautete die Erzählung, dass Wohlstand durch Bildung entsteht und dass deshalb möglichst viele Menschen Abitur machen und dann danach auch studieren sollen. Dabei ist die berufliche Ausbildung eine ebenso gute Möglichkeit, Karriere zu machen: Es lohnt sich finanziell – und anders als andere Branchen ist das Handwerk weniger stark von der Digitalisierung bedroht. Künstliche Intelligenz kann uns vielleicht das Ausfüllen nerviger Formulare abnehmen, aber das Kabel für das dafür nötige Internet wird weiterhin händisch verlegt.

Herr Dittrich, vielen Dank für dieses Gespräch.

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Bild: ZDH/Henning Schacht


Besser auf dem Trockenen bleiben

1/26/2024
Wasserstandsmeldungen beherrschen die Nachrichten, Flüsse treten über die Ufer, an den Küsten drohen Sturmfluten. Wie sollen Autofahrer sich da verhalten? Darauf gibt es nur eine Antwort: Wegbleiben. Autos und Wasser passen nicht zusammen, außer vielleicht in der Waschanlage. Wer aber mit einem normalen Pkw versucht, durch tiefes Wasser zu fahren, riskiert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Totalschaden. Das gleiche gilt, wenn jemand sein Auto auf einem Parkplatz abstellt in der Nähe von großen Flüssen oder dem Meer.

Typisches Beispiel: der Hamburger Fischmarkt. Bei Ebbe lädt er zum Parken ein, doch bei Sturmflut steht das Wasser plötzlich so hoch, dass nur noch die Dachantenne aus der Elbe schaut.

So ein komplett abgesoffenes Fahrzeug ist in aller Regel ein Totalschaden. Und genau so regelmäßig verweigern die Versicherungen dann die Übernahme der Kosten mit der Begründung, dass Sturmfluten im Radio rechtzeitig angekündigt werden. Im Norden kennt jeder diesen Satz nach den Nachrichten: „Bitte entfernen Sie Ihre Fahrzeuge aus tiefer liegenden Gebieten.“ Wer sich nicht daran hält, gefährdet seinen Versicherungsschutz, weil er grob fahrlässig gehandelt hat.

Das gilt auch, wenn jemand in tiefes Wasser hineinfährt. Wobei Tiefe relativ ist: Höher als der Bordstein sollte es bei einem normalen Pkw ohnehin nicht sein, also maximal etwa 20 Zentimeter. Und auch darin sollte man sich nur im Schritttempo bewegen, keinesfalls eine Bugwelle erzeugen. Denn dann besteht akute Gefahr, dass der Motor Wasser ansaugt und davon in Sekundenbruchteilen zerstört wird. Das ist keine Panikmache, Wasser in einem laufenden Motor blockiert diesen unmittelbar (Suchwort Wasserschlag) und dann brechen darin lebenswichtige Teile.

Deshalb sollte man auch ein geparkt abgesoffenes Fahrzeug auf keinen Fall zu starten versuchen. Zuerst muss sichergestellt sein, dass kein Wasser in den Motor eingedrungen ist. Werkstätten wissen, was dann zu tun ist und wie der Motor gereinigt werden kann.

In jedem Fall kommt es auf die Höhe der Überflutung an. Bis zur Unterkante der Türen passiert dem Auto normalerweise nichts, solange kein Wasser in den Innenraum eingedrungen ist. Allerdings sollte die Werkstatt prüfen, ob sich im Innern von Motor und Getriebe kein Wasser befindet und eventuell die Bremsen an den Rädern prüfen.

Stand das Wasser höher und wurde der Innenraum überflutet, ist von schwerwiegenden Schäden auszugehen. Oft sind teure Steuergeräte im Fußraum verbaut, auch Motor und Getriebe sind dann vollgelaufen. Zwar sind Überschwemmungen von der Teilkaskoversicherung abgedeckt, aber eben nur, wenn kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt. Und ab einem Wasserstand bis zur Fensterlinie gehen die Versicherer von einem Totalschaden aus.

Fazit: Sturmfluten kann es zu jeder Jahreszeit geben, also an der Küste immer auf Warnmeldungen achten. Und überflutete Straßen in jedem Fall meiden. Zu groß ist das Risiko, anschließend auf einem Totalschaden sitzenzubleiben.

Quelle: www.kfzgewerbe.de Bild: yarohork – stock.adobe.com



Unsere Partner