Handwerks News

Handwerk warnt vor weiterer Belastungsspirale

5/8/2026

Anlässlich der Bekanntgabe der Frühjahrsprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung am 7. Mai zur Steuereinnahmesituation für Bund, Länder und Gemeinden erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

Die aktuelle Steuereinnahmenprognose sendet ein Warnsignal, dass die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland hinter dem zurückbleibt, was nötig wäre. Auch wenn die Steuereinnahmen nur leicht sinken sollen, verdeutlicht dies: Von einem dynamischen, selbsttragenden Wirtschaftswachstum sind wir weit entfernt. Die anhaltende Wachstumsschwäche, die hohen Abgaben-, Steuer- und sonstigen Kostenbelastungen und die überbordende Bürokratie setzen die Betriebe massiv unter Druck.

Politische Entscheidungen dürfen nicht länger an den Realitäten von Handwerk und Mittelstand vorbeigehen. Es braucht ein Reformgesamtpaket, das nachhaltig die Staatsfinanzen konsolidiert und zugleich Deutschland als Standort wieder attraktiv macht. Niedrigere Einnahmen in der Staatskasse dürfen dabei keinesfalls den Reflex auslösen, ausgerechnet die Leistungsträger über Gebühr zu belasten, die schon jetzt den ganz überwiegenden Teil der Steuer- und Sozialabgabenlast tragen. Starke Schultern können zwar grundsätzlich mehr tragen, sie dürfen aber nicht so stark belastet werden, dass Investitionskraft und wirtschaftliche Dynamik erlahmen.

Dringend notwendig sind stringente strukturelle Reformen, die Investitionen erleichtern, die Steuer- und Abgabenlast senken und unternehmerische Initiative stärken. Andernfalls drohen nicht nur ausbleibendes Wachstum, sondern ein fortschreitender Verlust an wirtschaftlicher Substanz und Leistungsfähigkeit. In diesem Reformgesamtpaket muss sich auch der Mittelstand und speziell das Handwerk als wirtschaftliches Fundament des Landes stärker wiederfinden. Deshalb braucht es Klarheit über die Eckpunkte einer Einkommensteuertarifreform. Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil müssen dieses in der Koalition hochstrittige Thema schnell zu einem Kompromiss führen.

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


Achtung Asbest – Neue Regeln – Neue Pflichten

5/15/2026
Asbest im Bestand: Betriebe sollten jetzt besonders vorsichtig sein

Die neue Gefahrstoffverordnung bringt für Handwerksbetriebe spürbare Verantwortung mit sich. Die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung bleibt in der Praxis weiterhin vor allem bei den ausführenden Betrieben. Eine verpflichtende Asbesterkundung durch Bauherren ist bislang nicht vorgesehen. Das bedeutet: Wer in Bestandsgebäuden arbeitet, muss mögliche Asbestbelastungen selbst im Blick behalten und im Zweifel prüfen lassen.

Besondere Vorsicht gilt bei Gebäuden, die vor Oktober 1993 errichtet oder saniert wurden. Bis dahin durfte Asbest in Deutschland in Baumaterialien verwendet werden. Betroffen sein können unter anderem Putze, Spachtelmassen, Fliesenkleber, Bodenbeläge, Fassaden- und Dachplatten sowie weitere bauchemische Produkte. Werden solche Materialien ohne geeignete Schutzmaßnahmen gebohrt, geschliffen, gefräst oder entfernt, können gefährliche Fasern freigesetzt werden.

Für die Betriebe ist wichtig: Tätigkeiten mit Asbest sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Je nach Risiko gelten Anzeige-, Schutz- und Sachkundepflichten. Arbeiten mit Asbest müssen spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde angezeigt werden. Außerdem sind anerkannte emissionsarme Verfahren und die passende Qualifikation erforderlich.

Die Kreishandwerkerschaft Fulda wird aufgrund der aktuellen Gesetzeslage in diesem Jahr zwei Asbestschulungen (Kleiner Asbestschein)anbieten. Die Mitgliedsbetriebe werden rechtzeitig über Termine, Inhalte und Anmeldemöglichkeiten informiert. Bis dahin gilt: Bei Arbeiten im Bestand bitte besonders aufmerksam sein, Verdachtsfälle ernst nehmen, keine riskanten Arbeiten ohne Klärung ausführen und bei Unsicherheiten fachkundigen Rat einholen.

Unser Hinweis: Asbest ist nicht nur ein rechtliches, sondern vor allem ein gesundheitliches Risiko. Wer frühzeitig prüft, dokumentiert und seine Mitarbeitenden qualifiziert, schützt Beschäftigte, Kunden und den eigenen Betrieb.


LKdo_HE_Einladung_ArbeitgeberRegionalforumHessentag2026

5/15/2026

LKdo_HE_Einladung_ArbeitgeberRegionalforumHessentag2026


Bundesrat korrigiert Fehlentscheidung

5/8/2026

Stopp der Entlastungsprämie korrigiert zu Recht Fehlentscheidung.Zur nicht erfolgten Zustimmung des Bundesrats zur sogenannten „Entlastungsprämie“ am 8. Mai erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

Mit der Verweigerung der Zustimmung zur sogenannten Entlastungsprämie hat der Bundesrat eine gravierende Fehlentscheidung korrigiert und verhindert, dass sich die schwarz-rote Regierungskoalition auf Kosten und zu Lasten von Betrieben und Unternehmen mit vermeintlichen Entlastungen schmückt. Es war nicht hinnehmbar, in einer anhaltenden Energiepreiskrise ausgerechnet jene Betriebe und Unternehmen zur Kasse zu bitten, die selbst unter hohen Kosten, unsicheren Rahmenbedingungen und wachsendem wirtschaftlichem Druck leiden. Es ging nicht darum, wer die 1000 Euro steuerfrei zahlen will, sondern wer es kann.

Zu Recht haben die Bundesländer diese Entwicklung gestoppt. Jetzt müssen endlich Entlastungsmaßnahmen beschlossen werden, die Betrieben und Beschäftigten gleichermaßen Luft verschaffen und die das Land wieder auf Wachstumskurs bringen. Dazu gehört vor allem eine Reform des Einkommensteuertarifs, die auch Personenunternehmen in den Mittelpunkt stellt, statt neue Belastungsdebatten zu führen. Zugleich muss Schluss sein mit unnötiger Verunsicherung durch nicht durchdachte einseitige Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung. Das Handwerk kann eine einseitige, nur unsere Branche belastende Subventions-Abbauoffensive nicht schultern. Politische Vorhaben müssen sich künftig stärker an einem einfachen Grundsatz orientieren: Wer bestellt, bezahlt.

 

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


Regierung geht unzureichende Reformentlastungsschritte

4/30/2026

Zum Kabinettsbeschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes sowie zum Eckwertebeschluss über den Bundeshaushalt 2027 am 29. April erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die Kabinettsbeschlüsse zum Bundeshaushalt 2027 sowie zum Gesundheitsbereich bleiben hinter den angekündigten Reformvorhaben zurück und lassen eine erkennbare strategische Linie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vermissen. Die mit ihnen verbundene Entlastungswirkung fällt insgesamt unzureichend aus.

Der Eckwertebeschluss zum Bundeshaushalt 2027 zeigt, dass hierzulande nicht die Wirtschaftskraft wächst, sondern vor allem die erdrückende Last der Zinszahlungen. An entscheidenden Stellen bleiben in den nun vorgelegten Eckwerten Betriebsinhaberinnen und Unternehmer, die in den Standort Deutschland investieren sollen, völlig im Unklaren. Der Eckwertebeschluss bietet kaum Orientierung. Stattdessen offenbaren als Globalpositionen getarnte Luftbuchungen, dass die Regierung nacharbeiten muss, um einen tragfähigen Haushalt vorzulegen. Seit Langem gilt, dass die Schulden von heute die Steuererhöhungen von morgen sind. Dabei ist unser Steuersystem schon jetzt nicht mehr wettbewerbsfähig und ist eine Gefahr für Arbeitsplätze sowie den Erhalt des Mittelstandes. Eine Kehrtwende weg von kurzsichtiger Politik hin zu ganzzeitlichen Strukturreformen ist überfällig.

Auch die Beschlüsse im Gesundheitsbereich fügen sich in dieses Bild unzureichender Reformansätze ein. Der Gesetzentwurf bleibt klar hinter den angekündigten Einsparzielen zurück. Eine Senkung der Lohnzusatzkosten rückt damit in weite Ferne, ebenso wie eine Rückkehr zu einem Gesamtsozialversicherungsbeitrag von unter 40 Prozent. Für personalintensive Handwerksbetriebe ist dies ein sehr problematisches Signal und eine verpasste Gelegenheit der Regierung, hier den Belastungsdruck für Betriebe wie Beschäftigte zu verringern. Besonders kritisch ist die Entwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bewerten. Sinkende Bundeszuschüsse und die fortgesetzte Finanzierung versicherungsfremder Leistungen über Beiträge führen zu einer einseitigen Belastung von Betrieben und Beschäftigten. Dies hat unmittelbare negative Auswirkungen auf Investitionen, Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Wir brauchen stattdessen dringend eine nachhaltige und kostendämpfende Reform des Gesundheitssystems.

In der Gesamtbetrachtung wird die schwarz-rote Regierung mit diesen Beschlüssen den eigenen Ansprüchen nicht gerecht, da sie weder Entlastung noch die notwendige Planungssicherheit oder Zukunftsperspektive bieten. Bleibt eine grundlegende Neuausrichtung hin zu tragfähigen Strukturreformen aus, droht eine weitere Schwächung des Standorts mit spürbaren Folgen für das Handwerk und den Mittelstand insgesamt.“

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


Lossprechungsfeier Innung für das Metallhandwerk Heinsberg

4/29/2026

(Foto: Rainer Herkenrath)

Am 06. März 2026 begrüßte Obermeister Philipp Jansen die Anwesenden zur feierlichen Lossprechung der Gesellen. Besonders willkommen geheißen wurden zahlreiche Ehrengäste, darunter der Bürgermeister der Stadt Erkelenz, Herr Stephan Muckel, das Lehrerkollegium der Berufsschule Geilenkirchen mit Oberstudiendirektorin Ruth Drechsler sowie den Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzende Jörg Nießen sowie Lehrlingswart Norbert Holten.

 

In seiner Eröffnungsrrede betonte Philipp Jansen die Bedeutung des Metallhandwerks als tragende Säule des modernen Handwerks und würdigte den Fleiß und die Entschlossenheit der Absolventen. Die Lossprechung markiert nicht nur das Ende ihrer Lehrzeit, sondern auch den Beginn einer neuen Phase, in der sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten eigenverantwortlich einsetzen und weiterentwickeln können.

 

Für die Prüflinge sprach Kilian Justus Halfmann und blickte stellvertretend auf die gemeinsame Ausbildung zurück. Er dankte Ausbildern, Lehrkräften und Familien für die Unterstützung auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss.

 

Mit einem Schlusswort von Obermeister Philipp Jansen endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein nutzten Gäste, Familien und Ausbilder die Gelegenheit zum Austausch und zur persönlichen Gratulation.

 

Die Innung für das Metallhandwerk gratuliert allen neuen Gesellen herzlich zur bestandenen Prüfung und gab die besten Wünsche für ihren weiteren beruflichen Weg mit auf den Weg und würdigte ihre heruasragende Leistungen.

 

3 Teilnehmer Sommer 2025 davon 1 bestanden.

22 Teilnehmer Winter 2025/2026 davon 19 bestanden.

Innungssieger Winter 2025/2026

Sebastian Dietze, Waldfeucht Betrieb: Welter Stahl- und Metallbau GmbH, Gangelt

 


Lossprechungsfeier Innung für das Kraftfahrzeuggewerbe Heinsberg

4/30/2026

Im feierlichen Rahmen der Lossprechungsfeier am 14.03.2026 wurden die Absolventinnen und Absolventen der KFZ-Ausbildung offiziell in den Gesellenstand erhoben. Neben den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen nahmen deren Familien, Ausbilder sowie Vertreter der Politik und Berufsschule an der Veranstaltung teil um diesen bedeutenden Schritt gemeinsam zu feiern. Auch Vertreter der Vereinigten Kreishandwerkerschaft Düren-Euskirchen-Heinsberg würdigten mit ihrer Anwesenheit die Leistungen des handwerklichen Nachwuchses. Nach intensiven Ausbildungsjahren, geprägt von technischem Lernen, handwerklichem Können und wachsender Verantwortung, haben die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen ihre Prüfungen erfolgreich bestanden. Die Lossprechung markiert dabei traditionell den Übergang vom Auszubildenden zum qualifizierten Facharbeiter – und damit den Beginn eines neuen beruflichen Kapitels. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zukunft der Antriebstechnologien – ein Thema, das die Automobilbranche nachhaltig verändern wird. „War es vor einigen Jahren noch der klassische Verbrennungsmotor, so hat sich mit der Einführung der Elektromobilität die gesamte Antriebstechnologie gewandelt. Die Absolventinnen und Absolventen hätten mit ihrer Ausbildung eine fundierte Grundlage geschaffen, um diese technologischen Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Neben technischem Know-how wurde auch die Bedeutung sozialer Kompetenzen hervorgehoben. Insbesondere im Umgang mit Kundinnen und Kunden seien Einfühlungsvermögen und Geduld entscheidend, um komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln. „Der Mensch bleibt der wichtigste Faktor – sowohl in der Technik als auch im Umgang mit den Kunden“, wurde in diesem Zusammenhang unterstrichen. Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Teamfähigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit für den beruflichen Erfolg betont. Diese Eigenschaften bildeten nicht nur die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Betrieb, sondern auch für weiterführende Qualifikationen, etwa zum Servicetechniker oder Meister. Ein besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Familien, die die jungen Fachkräfte auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben. Ohne dieses Engagement sei eine qualitativ hochwertige Ausbildung nicht möglich. Die feierliche Übergabe der Gesellenbriefe bildete den Höhepunkt der Veranstaltung. Stolz nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Urkunden entgegen – ein sichtbares Zeichen ihres Erfolgs und ihrer Qualifikation. Die Kfz-Innung gratuliert allen neuen Gesellinnen und Gesellen herzlich und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Engagement und Freude im Beruf.

 

Gesellenprüfung Sommer 2025

Teilgenommen         bestanden     nicht bestanden

PKW-Technik                       2                                 1                      1

NFZ-Technik                        1                                 1                      0

SHV-Technik                        1                                 1                      0

 

Gesellenprüfung 2025/2026

Teilgenommen         bestanden     nicht bestanden

PKW-Technik                       22                               19                   3

NFZ-Technik                        4                                 4                      0

SHV-Technik                        2                                 1                      1

 

Innungssieger:

  • Innungssieger – Sommer 2025
  • Meo Böhm           Betrieb: Conen GmbH, Heinsberg

     

  • Innungssieger – Winter 2025/2026
  • Philipp Jansen     Betrieb: Jacobs Automobile Heinsberg

     

  • Innungssieger – Winter 2025/2026
  • Timon Hugo         Betrieb: theo Bähr, GmbH, Geilenkirchen

     

  • Innungssieger – Winter 2025/2026
  • Amel Isic             Betrieb: Daniel Lange, Übach-Palenberg

     


    Erhalt des Losgrundsatzes ist wichtiges Signal für das Handwerk

    4/24/2026

    Anlässlich der Verabschiedung des Vergabebeschleunigungsgesetzes am 23. April im Deutschen Bundestag erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

    Mit dem Beschluss des Vergabebeschleunigungsgesetzes wird ein ausgewogener Weg eingeschlagen, der Tempo bei öffentlichen Aufträgen ermöglicht und zugleich die starke Rolle von Handwerk und Mittelstand sichert. Es ist ein für alle Seiten tragfähiger Kompromiss gelungen, der zwei zentrale Ziele miteinander verbindet: schnellere öffentliche Vergaben und eine weiterhin starke Beteiligung des Mittelstands durch die Sicherung des Losgrundsatzes. Das ist ein wichtiges Signal für das Handwerk und für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft insgesamt.

    Besonders hervorzuheben ist die konstruktive Unterstützung durch die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, der Parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Connemann, die sich im gesamten Verfahren mit Nachdruck für die Belange des Handwerks und des Mittelstands eingesetzt hat.

    Der nun beschlossene Kompromiss stellt sicher, dass Abweichungen vom Losgrundsatz gezielt auf große Infrastrukturvorhaben begrenzt bleiben, ohne den Mittelstand insgesamt strukturell zu benachteiligen. Die vorgesehenen Ausnahmen vom Losgrundsatz bleiben eng begrenzt und werden zudem evaluiert.

    Wir erwarten von den kommunalen Auftraggebern, dass sie die neuen Spielräume und Möglichkeiten der Gesamtvergabe verantwortungsvoll und mit Augenmaß nutzen. Abweichungen vom Losgrundsatz müssen die Ausnahme bleiben. Denn die dringend notwendige Erneuerung der Infrastruktur wird nur gelingen, wenn das regionale Handwerk eng eingebunden ist.

    Quelle: ZDH

    Foto: ZDH/Henning Schacht


    Dachführung am Kölner Dom – ein unvergesslicher Ausflug

    4/21/2026

    Am 18. April 2026 trafen sich 18 Mitglieder und Gäste der Metall-Innung Düren-Euskirchen vor dem Kölner Dom zu einem besonderen Gemeinschaftsausflug.

    Da der Aufzug derzeit wegen Erneuerungsarbeiten außer Betrieb ist, ging es für alle sportlich zu: rund 300 Stufen, aufgeteilt in drei Abschnitte, führten hinauf in die Höhen des Doms. Die körperliche Anstrengung war es mehr als wert – die Führungen erwiesen sich als äußerst kurzweilig und lehrreich.

     

     

     

     

     

     

     

    Zu entdecken gab es dabei einiges: die imposante Stahldachkonstruktion, historische Fundstücke aus der langen Bauzeit des Doms in einem kleinen Museum, die engen Gänge und Durchgänge sowie das moderne Brandschutzkonzept des Gotteshauses. Unser Führer erläuterte dabei eindrücklich, warum ein Brand wie an der Pariser Notre-Dame hier ausgeschlossen ist – eine beruhigende Botschaft für alle Dombesucher.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Der krönende Abschluss der Führung war die Besteigung des Vierungsturms mit einem atemberaubenden Panoramablick über Köln und die Domtürme.

    Nach dem kraftraubenden Aufstieg ließ die Gruppe den Abend im Brauhaus Zims gemütlich ausklingen – gestärkt durch echtes Kölsch und deftige Brauhausküche. Gegen 19:30 Uhr trat man gut gelaunt den Heimweg an.

     

     

     

     

     

     

    Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Erlebnis!

     


    Abgewälzte Entlastung erhöht Belastungsdruck für Betriebe

    4/17/2026

    Zu den Ergebnissen der Koalitionsklausur der Bundesregierung erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

    Die Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter ist ein überfälliger erster Schritt zur Entlastung von Wirtschaft sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern. Damit wird zu Recht der Erwartung Rechnung getragen, dass der Staat nicht von der Krise profitieren sollte, während Betriebe und Bürger weiterhin unter erheblichem Druck stehen. Die steigenden Insolvenzzahlen verdeutlichen, wie ernst die Lage ist.

    Dass ein wesentlicher Teil der Verantwortung für die Entlastung der Bürger faktisch von den Arbeitgebern mittels einer steuer- und abgabenfreien Prämie getragen werden soll, bedeutet in der aktuellen wirtschaftlichen Lage für viele Betriebe eine zusätzliche Herausforderung. Denn angesichts der fragilen wirtschaftlichen Situation bleibt offen, wie viele Betriebe aufgrund ihrer angespannten Ertrags- und Liquiditätslage tatsächlich in der Lage sein werden, hiervon Gebrauch zu machen. Umso bedauerlicher ist es, dass vergleichbare kurzfristig wirksame Entlastungsschritte für Betriebe und Unternehmen, etwa beim Solidaritätszuschlag, nicht vorgesehen sind. Vor diesem Hintergrund kommt es umso mehr darauf an, dass die angekündigte Einkommensteuerreform auch gezielt zur Entlastung von Personenunternehmen beiträgt.

    Insgesamt sind die Maßnahmen eher kurzfristig angelegt und können vor allem der Überbrückung dienen. Die zunehmenden geopolitischen Risiken machen deutlich, dass es sich nicht um eine vorübergehende Phase handelt, sondern um tiefgreifende wirtschaftliche und politische Veränderungen. Entsprechend wichtig ist es, die Antworten darauf strukturell und langfristig auszurichten.

    Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen sowie dauerhaft niedrigere Energie- und Stromkosten. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Senkung der Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß sollte daher zeitnah umgesetzt werden. Im Sinne einer klaren Prioritätensetzung kann es sinnvoll sein, andere Maßnahmen wie beispielsweise die Mütterrente zeitlich zu verschieben, um die Finanzierung sicherzustellen.

    Die aktuelle Lage unterstreicht zudem einmal mehr die Dringlichkeit struktureller Reformen. Ziel muss es sein, das Energieangebot zügig auszuweiten, Abhängigkeiten zu reduzieren und zugleich die sozialen Sicherungssysteme langfristig tragfähig aufzustellen. Nur mit einem solchen Gesamtansatz lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig sichern.

    Quelle: ZDH

    Foto: ZDH/Henning Schacht



    Unsere Partner