Handwerks News

Meisterstipendium im Kreis Euskirchen

9/3/2026

Jetzt bewerben: Finanzielle Förderung für angehende Handwerksmeisterinnen und  -meister im Kreis Euskirchen.

Mit dem Meisterstipendium unterstützt der Kreis Euskirchen gezielt junge Fachkräfte im Handwerk und setzt damit ein starkes Zeichen gegen den Fachkräftemangel. Wer seine Meisterqualifikation anstrebt, kann bis zu 6.000 € Zuschuss erhalten – unabhängig von weiteren Förderungen wie dem Aufstiegs-BAföG.

Was wird gefördert?

  • Teilnahme an einer Meisterschule in einem anerkannten Handwerksberuf
  • Zuschuss für Lernmittel, Fachliteratur, Fahrt- und Materialkosten, Hardware oder Aufenthaltskosten
  • Förderung auch möglich, wenn die Meisterschule bereits begonnen hat

Voraussetzungen

  • Gesellenbrief / Abschluss in einem anerkannten Handwerksberuf
  • uneingeschränktes Aufenthalts- und Arbeitsrecht in Deutschland
  • erfolgreicher Abschluss der Meisterschule innerhalb der vorgesehenen Zeit
  • Verpflichtung, nach bestandener Meisterprüfung mind. 5 Jahre im Kreis Euskirchen im erlernten Handwerk zu arbeiten
  • Wohnsitz im Kreis Euskirchen (oder Umzug in den Kreis bei Bewerbenden von außerhalb)

Höhe & Dauer

  • bis zu 6.000 € Zuschuss, ausgezahlt in zwei Raten (Start & Abschluss)
  • max. 2 Stipendien pro Jahr
  • Förderzeitraum je nach Meisterschule: 12–36 Monate

Bewerbung

Frist: 11. Oktober 2026

Erforderliche Unterlagen:

  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Beglaubigte Kopie des Gesellenprüfungszeugnisses
  • Arbeitszeugnisse & Berufsschulzeugnisse
  • Unterschriebenes Belehrungsschreiben (siehe Dokumente zum Download)

So bewerben Sie sich:

  • Per E-Mail an: wirtschaftsfoerderung@kreis-euskirchen.de
  • Oder postalisch an: Kreis Euskirchen, Struktur- und Wirtschaftsförderung Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen

Für Fragen und Unterstützung steht Ihnen die Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen gerne zur Verfügung:

Laura Meyer Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung Telefon 02251 15-1541 E-Mail: laura.meyer@kreis-euskirchen.de

Jetzt bewerben und den Grundstein für Ihre Meisterkarriere im Kreis Euskirchen legen!


Handwerk fordert Tempo und weitere Reformen

8/28/2026

Bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg hat Handwerkspräsident Jörg Dittrich als Gast die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis von einer Million Handwerksbetrieben und rund 6 Millionen Beschäftigungsverhältnissen einbringen können. Seine Eindrücke aus dem Gespräch gab er in einer Reihe von Interviews wieder: „Ich glaube, das Bewusstsein in der Regierung ist da, dass die Beschlüsse, die vor dem Sommer gefasst wurden, umgesetzt werden müssen“, sagte er bei Phoenix/ARD. Um wirtschaftliche Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, müsse die Regierungskoalition jetzt mit Tempo die bereits beschlossenen Reformen umsetzen und nicht darin nachlassen, weitere Reformen auf den Weg zu bringen.

Bereits vor der Klausur hatte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke im WDR 5 Morgenecho Entlastungen bei Sozialabgaben, Energiekosten und Bürokratie gefordert. Gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio sagte Jörg Dittrich: „Gerade wenn Investitionen verschoben werden, fehlen morgen Produktivität und damit Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb reicht es nicht, den Abwärtstrend irgendwann zum Stillstand zu bringen. Um die wirtschaftliche Dynamik zurückzubringen, sind weitere Reformen zusätzlich zu den bereits beschlossenen Reformen nötig.“ Über die Positionen des Handwerks berichteten zahlreiche Medien, darunter MDR, ZDF, Deutsche Handwerks Zeitung und WELT TV.

 

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


BFE- und Praktikumsportal Kreis Euskirchen – Praxisangebote zur Beruflichen Orientierung

8/24/2026

Auf dem BFE- und Praktikumsportal Kreis Euskirchen finden Jugendliche ab der achten Klasse bis zur Oberstufe mit wenigen Klicks einen Platz in der beruflichen Praxis. Die von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf (KoKo) installierte, kostenlose und werbefreie Online-Datenbank bietet eine Vielzahl von Angeboten zur Berufsfelderkundung (BFE) oder auch Praktikumsangebote.

Unternehmen können sich auf der Seite www.bfe-euskirchen.de schnell und unkompliziert registrieren um ihre Berufsfelderkundungs- und Praktikumsplätze in das Buchungsportal einzutragen. Für Schülerinnen und Schüler sind folgende BFE-Termine ab dem 06. Dezember 2026 buchbar:

Donnerstag, 11. Februar 2027 Dienstag, 16. Februar 2027 Mittwoch, 17. März 2027 Donnerstag, 18. März 2027 Dienstag, 06. Juli 2027 Mittwoch, 07. Juli 2027 Donnerstag, 08. Juli 2027

Kontakt für Unternehmen Susanne Hofmann Tel.: 02251-15-944 susanne.hofmann@kreis-euskirchen.de

Kontakt für Schulen Helena Deschner Tel.: 02251-15-336 helena.deschner@kreis-euskirchen.de

 


Gesichter der Innung

8/24/2026

Heute im Gespräch mit

Marcel Marx Vorstandsmitglied und Lehrlingswart der Elektro-Innung Düren

VKH: Marcel, wer bist du und wie war dein beruflicher Weg? Marcel Marx: „Ich bin 35 Jahre alt und arbeite bei Marx Handwerk. Wir sind ein Elektrodienstleister mit einem Team von 25 Leuten – Elektrofachkräfte und Auszubildende. Nachwuchs ist uns sehr wichtig: Aktuell haben wir zehn Azubis und in jedem Lehrjahr mindestens zwei. Ich selbst habe klassisch Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik gelernt und parallel zum Aufbau unseres Unternehmens meinen Elektrotechnikermeister in der Abendschule gemacht.“

VKH: Du warst von der Innung zunächst gar nicht überzeugt. Was hat deine Meinung geändert? Marcel Marx: „Ich habe mich jahrelang dagegen gesträubt, weil ich für mich den Mehrwert nicht erkannt habe. Durch den Austausch mit anderen Kollegen habe ich irgendwann gemerkt: Man darf die Innung nicht nur als Institution sehen, sondern als Netzwerk. Man trifft sich, tauscht Erfahrungen aus und kann voneinander lernen. Und dann war für mich klar: Wenn ich etwas verändern will, muss ich das an vorderster Front tun. Ich kann mich nicht darüber beschweren, dass etwas veraltet ist, und gleichzeitig nicht bereit sein, selbst mitzugestalten.“

VKH: Heute bist du Vorstandsmitglied und Lehrlingswart. Was bedeutet Ehrenamt für dich? Marcel Marx: „Ehrenamt bedeutet für mich, sich einzusetzen, um etwas nach vorne zu bringen, von dem auch andere profitieren. Gerade im Handwerk finde ich es wichtig, Wissen und Erfahrungen zu teilen. Warum soll jeder dieselben Fehler machen? Wenn mir ein Kollege erzählt, wo bei ihm etwas schiefgelaufen ist, kann mich das vielleicht vor einem teuren Fehler bewahren. Davon lebt für mich die Innung: von Ehrlichkeit, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung.“

VKH: Welche Werte sind dir in der Innung besonders wichtig? Marcel Marx: „Ehrlichkeit, Zusammenhalt und offene Kommunikation. Dieses Gegeneinander-Ausbooten muss aufhören. Wir haben alle keine Zeit dafür. Ich finde es außerdem wichtig, dass Jung und Alt zusammenkommen. Die Jüngeren können von der Erfahrung der Älteren profitieren, und die ältere Generation kann von den Jüngeren zum Beispiel bei Social Media, Marketing oder neuen Technologien lernen. Wenn das gut zusammenspielt, kann daraus etwas Großes entstehen.“

VKH: Was bringt dir das Engagement persönlich und für deinen Betrieb? Marcel Marx: „Man bekommt unglaublich viele Einblicke, Informationen und Kontakte, die man im normalen Arbeitsalltag gar nicht alle bekommen würde. Ich bin durch Situationen gewachsen, denen ich mich vorher nicht stellen musste. Und natürlich entsteht durch Stammtische, Fahrten oder Veranstaltungen ein Netzwerk. Früher habe ich gedacht: Dafür habe ich keine Zeit. Heute weiß ich, dass ich mir diese Zeit nehmen muss. Der Austausch bringt mir mehr, als wenn ich mich im Büro einschließe.“

VKH: Was würdest du jungen Kolleginnen und Kollegen sagen, die noch zögern? Marcel Marx: „Einfach mal machen und sich etwas trauen. Nur wenn man Fehler macht, kann man daraus lernen. Und man muss ja nicht sofort ein Amt übernehmen. Kommt einfach mal zu einem Stammtisch oder einer Innungsversammlung und schaut es euch an. Es ist alles kein Muss, es ist alles ein Kann. Ich selbst hatte früher die Einstellung: ‚Das bringt mir nichts.‘ Heute kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Es bringt sehr viel.“

VKH: Und was wünschst du dir für die Zukunft deiner Innung? Marcel Marx: „Ich wünsche mir, dass noch mehr Leute kommen und wir die Innung noch stärker als Netzwerk nutzen. Nicht mit dem Gedanken: Der andere nimmt mir einen Auftrag weg. Vielleicht können wir einen Auftrag auch gemeinsam machen oder uns gegenseitig unterstützen. Und ich wünsche mir einen starken Social-Media-Auftritt, damit wir zeigen, was in der Innung passiert und welche Betriebe dahinterstehen. Gemeinsam können wir einfach mehr erreichen.“

VKH: Marcel, vielen Dank für das Gespräch.

 

 


Ausbildung im Handwerk stärken statt mit Umlage belasten

8/21/2026

Anlässlich der Veröffentlichung des Ausbildungsreports 2026 der DGB-Jugend am 20. August 2026 erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Handwerk im ersten Halbjahr 2026 sprechen für die Attraktivität der dualen Ausbildung und die guten beruflichen Perspektiven, die sie jungen Menschen eröffnet. Wie positiv die Ausbildung in den Betrieben von den Auszubildenden selbst bewertet wird, belegt auch eine im Juli veröffentlichte Studie, wonach neun von zehn Auszubildenden angaben, mit ihrer Ausbildung im Betrieb zufrieden zu sein. Die große Mehrheit bescheinigt ihren Ausbilderinnen und Ausbildern umfassende Fachkenntnisse und die Fähigkeit, dieses Wissen gut und verständlich zu vermitteln.

Das heißt nicht, dass es keine Herausforderungen gibt. Zunehmend kommen Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit erheblichen Lücken bei Grundkompetenzen und Sprachkenntnissen in die Ausbildung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Berufsbilder. Handwerksbetriebe übernehmen hier bereits viel Verantwortung und unterstützen junge Menschen vielfach weit über die eigentliche Ausbildung hinaus. Zugleich bleiben gerade in kleinen Betrieben zu viele Ausbildungsplätze wegen fehlender Bewerbungen unbesetzt. Umso wichtiger sind eine gute Berufsorientierung, die Förderung von Grund- und Sprachkompetenzen sowie Instrumente, die Jugendliche und Betriebe zusammenbringen. Programme wie die „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“, die Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen unterstützen und Jugendliche und Betriebe zusammenbringen, werden deshalb dringend gebraucht. Dass ausgerechnet dieses bewährte Angebot Ende 2027 auslaufen soll, obwohl die Passungsprobleme fortbestehen, ist daher der falsche Weg und kontraproduktiv.

Für viele junge Menschen entscheidet sich schon an der Frage, ob sie eine Wohnmöglichkeit am Ausbildungsort finanzieren und sich den täglichen Weg zum Betrieb oder zur Berufsschule leisten können, ob sie eine Ausbildung antreten können. Wer die Fachkräfte von morgen gewinnen will, muss sie daher unterstützen und sicherstellen, dass sie ihre Ausbildung ohne finanzielle Not absolvieren können. Deshalb braucht es bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in der Ausbildung, etwa durch mehr Azubi-Wohnheime und gezielte Wohnkostenzuschüsse. Ebenso muss für eine von Auszubildenden bezahlbare Mobilität gesorgt werden, beispielsweise durch ein bundesweit verlässliches, vergünstigtes Ticket für Auszubildende.

Eine Ausbildungsumlage, wie sie der DGB fordert, ist abzulehnen. Sie bietet für keine der bestehenden Herausforderungen einen überzeugenden Lösungsansatz und würde die Betriebe in einer ohnehin schwierigen Phase mit an vielen Stellen zunehmenden Belastungen zusätzlich belasten. Statt weiterer finanzieller Lasten für die Betriebe werden gezielte Maßnahmen am Übergang von der Schule in Ausbildung und zur Behebung von Passungsproblemen gebraucht: eine Stärkung der Berufsorientierung, insbesondere in der gymnasialen Oberstufe, eine intensive Förderung von Grund- und Sprachkompetenzen sowie ein besseres Matching auf dem Ausbildungsmarkt. Entscheidend ist, die Betriebe bei ihrer Ausbildungsleistung zu unterstützen, statt ihnen zusätzliche Belastungen aufzuerlegen.

Betriebe müssen bei ihrer Ausbildungsleistung verlässlich unterstützt werden. Dazu gehört auch eine angemessene Finanzierung der handwerklichen Bildungsstätten, den Hochschulen des Handwerks. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, die in diesen Bildungsstätten stattfindet, ist ein unverzichtbarer Bestandteil des dualen Systems. Wer das hohe Ausbildungsengagement des Handwerks erhalten und weiterentwickeln will, muss dafür auch die notwendigen Mittel bereitstellen. Die berufliche Bildung darf bei der Ausstattung ihrer Bildungsstätten nicht dauerhaft in einer so deutlichen Schieflage gegenüber den Ausstattungszuwendungen für die Hochschulen bleiben.

Antworten auf die strukturellen Herausforderungen in der beruflichen Bildung müssen jetzt in der Allianz für Aus- und Weiterbildung lösungsorientiert vorangebracht werden.“

 

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


Worte aus der Dachdecker-Innung

8/18/2026
Gemeinsam gestalten, gemeinsam bewegen – Ein Jahr voller Kraft

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber,

was für ein Jahr! Wir schreiben erst August, der Sommer ist in vollem Gange und der goldene Herbst liegt noch vor uns – und doch blicke ich bereits jetzt auf eine Zeit zurück, die an Intensität und Gemeinschaft alles übertrifft, was ich bisher in meinem Amt als Obermeister der Dachdeckerinnung Fulda erleben durfte.

Warum ich das so betone? Weil wir als Handwerk bewiesen haben, wozu wir fähig sind, wenn wir an einem Strang ziehen. Denken Sie nur an den Hessentag: Ein Fest dieser Dimension hat Fulda so noch nicht erlebt. Wir als Dachdeckerinnung haben uns bewusst für ein starkes Engagement entschieden – denn wo sonst erreicht man eine solche Frequenz an Menschen? Was folgte, war eine beispiellose Phase des Planens, Organisierens und Telefonierens. Die Bilanz? Über eine Million Besucher und ein Zusammenhalt unter den Innungskollegen, den ich in dieser Form vorher nicht für möglich gehalten hätte.

 

Doch das war nur der Auftakt. Mit dem Landesverbandstag des Hessischen Dachdeckerhandwerks hat sich unsere Region erneut von ihrer besten Seite gezeigt. Wir haben erlebt, wovon unser Handwerk lebt: vom persönlichen Austausch, von echten Gesprächen und frischen Impulsen. Ob beim pointierten Blick auf unsere Finanzen durch Chin Meyer, den „Cash Man“ der Steuerfahndung, oder bei der hochspannenden Analyse von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zum Thema Demografie und Fachkräfte – wir haben uns den drängenden Fragen unserer Zeit gestellt. Dass wir bei all der fachlichen Tiefe auch gemeinsam den „Baustellencharme“ bei der Kuppelbesichtigung im Dom erleben durften, hat diesen Austausch nur noch authentischer gemacht.

Und wir sind noch lange nicht am Ziel. Der September wird ein Monat der Höhepunkte: Am 11. September feiern wir im Gemeindezentrum Künzell die gemeinsame Freisprechungsfeier der Bau-, Dachdecker- und Zimmererinnung. Es ist mir eine Ehre, 60 jungen Gesellinnen und Gesellen ihren Brief zu überreichen – sie sind die Zukunft, die wir heute mitgestalten.

 

Kurz darauf, am 19. und 20. September, laden wir Sie alle ein: „Handwerk. Lokal. erleben“ auf dem Fuldaer Universitätsplatz. Kommen Sie vorbei, machen Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam zeigen, wie lebendig, innovativ und unverzichtbar unser Handwerk ist.

 

Ich bin begeistert von der Energie, die unser Handwerk derzeit ausstrahlt. Für Fulda, für uns als Gemeinschaft und für mich persönlich ist es bereits jetzt ein großartiges Jahr.

 

Packen wir es gemeinsam an!

 

Herzlichst,

 

Jürgen Bug

Obermeister der Dachdecker-Innung Fulda

 

 

 

 

 

 


Jahressteuergesetz zwischen Vereinfachungen und neuen Belastungen

8/14/2026

Zum Beschluss des Jahressteuergesetzes 2026 durch das Bundeskabinett am 12. August 2026 erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

Das Jahressteuergesetz enthält erste Verbesserungen, beseitigt aber zentrale Belastungen für Betriebe noch nicht. Mehr Rechtssicherheit bei der Kaufpreisaufteilung von Grundstücken und der Neustrukturierung der umsatzsteuerlichen Organschaft sind aus Sicht des Handwerks positive Ansätze. Dem stehen neue bürokratische Anforderungen etwa bei der Lohnabrechnung und der ersten Tätigkeitsstätte gegenüber. Steuerrecht muss aber im Alltag der Betriebe funktionieren und darf nicht neuen Aufwand schaffen.

Die geplante Regelung zur Kaufpreisaufteilung bei bebauten Grundstücken schafft erstmals mehr Rechtssicherheit. Dass künftig auch vertragliche Aufteilungen steuerlich anerkannt werden sollen, ist ein sinnvoller Schritt, gerade für Handwerksbetriebe, die in Grundstücke mit Lagern, Werkstätten und Betriebsgebäuden investieren. Das erleichtert Investitionsentscheidungen und stärkt die betriebliche Substanz. Allerdings ist eine Abweichung von der vertraglich festgelegten Aufteilung aufwendig, beratungsintensiv und kostenbelastend und bedeutet gerade für kleine und mittlere Unternehmen unverhältnismäßigen Aufwand. Für einfache und standardisierte Fälle braucht es deshalb vereinfachte Verfahren und alternative Nachweise.

Mehr Belastungen drohen bei der geplanten Neudefinition des Grundlohns für steuerfreie Zuschläge. Unternehmen müssten ihre Lohnabrechnungen, IT-Systeme und Verträge anpassen, was zu erheblichem bürokratischen Mehraufwand und Umstellungskosten führt. Zudem verliert die Entgeltumwandlung für Schichtarbeiter an Attraktivität, was gerade in Zeiten des Fachkräftebedarfs ein falsches Signal ist. Die bestehende Definition sollte deshalb beibehalten werden.

Bei der umsatzsteuerlichen Organschaft müssen bestehende Rechtsunsicherheiten sowie finanzielle Risiken für die Betriebe beseitigt werden und weitere Vereinfachungen folgen, um den Status Quo zu verbessern. Hierzu hat die Wirtschaft entsprechende Vorschläge unterbreitet, die im weiteren Verfahren aufgegriffen werden sollten.

Das Jahressteuergesetz kann einen Beitrag zu besseren steuerlichen Rahmenbedingungen leisten, wenn Verbesserungen nicht durch neue Bürokratie an anderer Stelle geschmälert werden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen ein Steuerrecht, das verlässlich, verständlich und im betrieblichen Alltag umsetzbar ist.

 

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht


IKK classic: Nachhaltig gesund – Gesundheitsschutz und Klimawandel meistern im Handwerk

8/10/2026

Den Bericht dazu lesen Sie hier. 

 


Hessens Ministerpräsident Boris Rhein dankt der Kreishandwerkerschaft Fulda

8/10/2026


Was das Handwerk jetzt für den Nachwuchs braucht

8/7/2026

Warum sich Jörg Dittrich einst für das Dachdeckerhandwerk entschieden hat…

und welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit das Handwerk auch künftig genügend Fachkräfte gewinnt, erläutert der ZDH-Präsident im Interview mit dem Deutschen Handwerksblatt. Er spricht über die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung, frühe Berufsorientierung, die Modernisierung der Bildungszentren, internationale Fachkräfte sowie die Bedeutung einer starken handwerklichen Selbstverwaltung für die Zukunft des Handwerks.

Quelle: ZDH

Foto: ZDH/Henning Schacht

 



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