Handwerk will ausbilden

Die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe ist ungebrochen hoch und liegt über der in anderen Wirtschaftsbereichen.

Fehlende Bewerberinnen und Bewerber und keinesfalls eine geringere Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe sind die Gründe dafür, dass die Ausbildungsbetriebsquote sinkt. Handwerksbetriebe bilden überproportional viel aus und sind willens, auch in Zukunft weiter auszubilden, so ZDH-Präsident Dittrich zu Barbara Gillmann vom Handelsblatt.

„Die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe ist ungebrochen hoch und liegt über der in anderen Wirtschaftsbereichen. Nach einer aktuellen ZDH-Umfrage bildeten Ende vergangenen Jahres 27 Prozent der Handwerksbetriebe aus, in der Gesamtwirtschaft lag die Ausbildungsbetriebsquote bei knapp 20 Prozent. Diesem ungebrochen hohen Ausbildungswillen der Handwerksbetriebe stehen jedoch immer weniger Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. So können jährlich rund 20.000 Ausbildungsstellen, die die Handwerksbetriebe bereitstellen und jungen Menschen anbieten, nicht besetzt werden. Es ist dieser Mangel an interessierten Bewerberinnen und Bewerbern beim Nachwuchs, der dazu führt, dass die Ausbildungsbetriebsquote sinkt, und keinesfalls eine nachlassende Bereitschaft der Betriebe, junge Menschen auszubilden. Daher sollten Bund, Länder und Sozialpartner an einem Strang ziehen und gemeinsam im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung an alle jungen Menschen appellieren, die Chancen der beruflichen Bildung zu ergreifen und eine Ausbildung im Handwerk zu starten.

Das Handwerk will ausbilden. Und im Handwerk ist jede und jeder willkommen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass im Handwerk überproportional viele junge Menschen mit Fluchthintergrund ausgebildet werden und flexible Karrierewege spezifisch für Absolventinnen und Absolventen aller Schulformen angeboten werden. Die Bildungseinrichtungen des Handwerks bieten darüber hinaus auch für nicht formal qualifizierte Personen viele flexible Optionen wie etwa die Umschulung, die Externenprüfung oder spezifische Weiterbildungsangebote, um auch in einer späteren Lebensphase noch eine Fach- oder gar Führungskarriere im Handwerk zu starten. Denn: Um Klimaschutz, Energie- und Mobilitätswende, energetische Gebäudesanierung und klimaeffizienten Wohnungsbau, SmartHome und E-Health umzusetzen, werden dringend qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Handwerk gebraucht.“

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Bild: ZDH – Sascha Schneider


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